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Junior
- Glück auf vier Hundepfoten |
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Man ist zeitlebens
für das
verantwortlich, was man
sich vertraut
gemacht hat. (Exupéry) |
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Wir sind mit Tieren groß geworden und ihnen galt immer unsere
Liebe und Zuneigung. Die Haltung eines eigenen Tieres schlossen wir jedoch immer
aus. Es fehlte (vermeintlich) an Zeit und wir wollten unsere Unabhängigkeit
nicht aufgeben. D a n n,
selbst schon im fortgeschritten
Alter, geschah es ... |
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Von einem auf den anderen Tag, plötzlich und unerwartet, wurde unser
Leben komplett auf den Kopf gestellt. Da stand es im Oktober 2000 in der Tür, acht Jahre alt, 55 Kilo
schwer, selbst für seine Rasse riesig, das unverdiente und unerwartete Glück
( was wir zu diesem Zeitpunkt wie vieles andere natürlich nicht ahnten) auf
vier Pfoten, namens Junior. Und
w i r, wir hatten von Hundehaltung nicht die geringste Ahnung. Junior ist inzwischen „im Hundehimmel“. Aber er hat etwas zurück
gelassen – für immer. Spuren in unseren Herzen. Er hat unser Leben verändert
und uns gezeigt, dass es sich zu jedem Zeitpunkt des Lebens lohnt, alte
gewohnte Pfade zu verlassen, sich mutig neuen Anforderungen und Wagnissen zu
stellen und dass das Glück sich vielgestaltig präsentiert, manchmal große
Umwege nimmt, um dann unerwartet durch die Tür des eigenen Lebens zu treten. In den letzten eindreiviertel Jahren war Junior krank. Trotzdem
konnte zu jedem Zeitpunkt eine gute Lebensqualität und Schmerzfreiheit (!)
sichergestellt werden. Um dies jedoch gewährleisten zu können, war der
Aufwand in jeder Hinsicht enorm. Unser Leben orientierte sich 24 Stunden am
Tag, also zu jeder Tages- und Nachtzeit, an den Bedürfnissen des Hundes.
Nicht alle hatten dafür Verständnis. Wir haben es einfach getan – und würden
es jederzeit und genau so wieder tun. Denn was wir letztlich von Junior dafür „zurück bekommen haben“ ist
nicht mit Gold aufzuwiegen. Und – schließlich war Junior ein Familienmitglied – da versteht
sich jeder Aufwand der notwendig ist von selbst, jedenfalls nach unserem
Verständnis. Für uns gab und gibt es da auch keinen Unterschied
zwischen einem zweibeinigen und einem vierbeinigen Familienmitglied. Man ist
in der Tat eben „...zeitlebens verantwortlich...“ Der Anblick behinderter, alter und kranker Tiere löst bei vielen
Menschen starke Reaktionen aus: von Mitleid über Besorgnis zu Aggression,
selbst Abscheu. All diese Reaktionen sind fehl am Platz, wenn das Tier medizinisch vernünftig
versorgt ist, ein gutes Zuhause hat und entsprechend gut betreut wird. Solche Tiere zur versorgen ist keine Tierquälerei.
Behinderungen, Krankheit und Alter bieten nur dann Anlass, ein Tier zu
erlösen, wenn hiermit dauerhaft
Leiden und Schmerzen verbunden sind. Zu bedauern sind vielmehr die Tiere, die
misshandelt werden, die unter schlechter Haltung leiden, die einsam sind, die
Angst haben müssen. DAS sieht ihnen jedoch meist kaum jemand an.
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